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Jahrestagung des Katastrophennetzwerks KatNet

Die Jahrestagung des Katastrophennetzwerks KatNet mit dem Thema "Resilienz und Vulnerabilität - Welchen Nutzen haben die Konzepte für das Katastrophenmanagement?" fand am 15. und 16. November 2012 in Bonn statt.



Resilienz und Vulnerabilität sind zwei Konzepte, die aus der Katastrophenforschung und -vorsorge nicht mehr wegzudenken sind. Seit über 30 Jahren finden sie Eingang in die Erforschung und das Management von Risiken und Katastrophen. Vulnerabilität und Resilienz stärken die gesellschaftliche Dimension der Katastrophenvorsorge. Die Verwundbarkeit der Gesellschaft verringern und deren Widerstandsfähigkeit gegenüber Katastrophen stärken, ist zur normativen Leitlinie im Katastrophenmanagement geworden.

 

Noch immer stellen die beiden Konzepte allerdings sowohl die Forschung als auch die Praxis vor Herausforderungen. Wie lassen sich die Konzepte für das Katastrophenmanagement operationalisieren? In welchem Zusammenhang stehen die beiden Konzepte? Bedarf es einer stärkeren Differenzierung des Resilienz- und Vulnerabilitätsbegriffes, z. B. in individual resilience, cultural resilience, technical resilience, engineering resilience? Wie lassen sich Resilienz und Vulnerabilität messen, bewerten und darstellen? Welches sind Determinanten, die Vulnerabilität verringern und Resilienz erhöhen? Wie lassen sich diese durch das Katastrophenmanagement gezielt beeinflussen? Das Forschungsfeld ist interdisziplinär und dynamisch. Resilienz und Vulnerabilität dienen nicht selten als Brückenkonzept, um Ergebnisse aus verschiedenen Fachgebieten zusammenzuführen. Eine Vielzahl von Forschungsansätzen und Bewertungsmethoden wurde in den vergangenen Jahren entwickelt und erprobt. 

 
Auf der der 6. KatNet Tagung wurde eine Zwischenbilanz gezogen, wobei folgende Fragen in den Vordergrund gestellt wurden:
 
  • Wie sollte eine theoretische und konzeptionelle Weiterentwicklung der Konzepte aussehen?
  • Welche Methoden zur Bewertung von Vulnerabilität und Resilienz haben sich bewährt, welche gerade nicht?
  • Welchen Nutzen haben Ergebnisse der Resilienz und Vulnerabilitätsforschung für das Katastrophenmanagement?
  • Wie können die Ergebnisse für das Katastrophenmanagement (besser) zugänglich und nutzbar gemacht werden?
  • Welche theoretischen und handlungspraktischen Fragen sind noch nicht ausreichend geklärt und bearbeitet?

 

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Eröffnung der Jahrestagung durch Frau Dr. Sylvia Kruse

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Frau Dr. Gabriele Hufschmidt und Herr Dr. Alexander Fekete stellen den "Atlas of Vulnerability and Resilienz Research" vor.

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Frau Dr. Heidi Kreibich stellt die Konzepte Vulnerabilität und Resilienz in den Kontext von Naturgefahren und ihren Auswirkungen in Deutschland.

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Die Jahrestagung im Festsaal der Universität fand regen Anklang bei Wissenschaftlern, Vertretern der Praxis und Studierenden.

 

Weitere Informationen und die Dokumentation finden Sie auf der Homepage des KatNet.


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