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Dies Academicus an der Universität Bonn, 23.05.2012

 

Ein Jahr nach der Naturkatastrophe und den Reaktorunglücken in Japan gehen Wissenschaftler der Universität Bonn aus verschiedenen akademischen Fächern der Frage nach, welche Ursachen und Auswirkungen natürliche und menschlich verursachte Katastrophen in Vergangenheit und Gegenwart haben.

Im Rahmen des Vortragsblocks "Katastrophen" am Dies Academicus der Universität Bonn hielt der KaVoMa-Studiengangsleiter Prof. Dr. Richard Dikau einen Vortrag zum Thema "Die „dust bowl“ – Katastrophe in den USA". Die Wissenschaftliche Koordinatorin von KaVoMa, Dr. Gabriele Hufschmidt, beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit dem Thema "Können wir uns gegen Katastrophen schützen? Zur Bedeutung der (Eigen-)Vorsorge in Deutschland."


 

Prof. Dr. Richard Dikau zum Thema: "Die „dust bowl“ – Katastrophe in den USA"

Unter der „dust bowl“ – Katastrophe verstehen wir verheerende Winderosionsprozesse in den Great Plains der USA und Kanadas in den 1930er Jahren. Die Umwandlung der grasbewachsenen Ebenen in landwirtschaftliche Nutzflächen für den Getreideanbau erhöhte die Erosionsanfälligkeit der Böden um ein Vielfaches. Fehlende Bodenschutzmaßnahmen und eine mehrjährige Dürre führten in den Jahren 1935 – 1939 zur Austrocknung des Oberbodens, nachfolgender Winderosion und Bodentransporten in riesigen Staubwolken. Die Bodenverluste waren derart gravierend, dass hunderttausende Landwirte ihre Betriebe aufgeben mussten. Die Katastrophe führte zu einer der umfangreichsten nationalen Bodenschutzstrategien des 20. Jahrhunderts.

 

 

Dr. Gabriele Hufschmidt zum Thema: "Können wir uns gegen Katastrophen schützen? Zur Bedeutung der (Eigen-)Vorsorge in Deutschland."

Mit dem Begriff der „Katastrophe“ wird häufig ein Ereignis beschrieben, das unsere Bewältigungsfähigkeit übersteigt. Im Kontext sogenannter Naturkatastrophen, wie z. B. eines Hochwassers, sind große Schäden und Verluste die Folge. Durch eine effektive Vorsorge kann jedoch verhindert werden, dass ein Ereignis zur Katastrophe wird. Katastrophenvorsorge sollte in verschiedenen Bereichen unserer Gesellschaft, z. B. in Wirtschaft und Bildung, fest verankert sein. Die Eigenvorsorge der Bürger war in diesem Zusammenhang schon immer wichtig. Der Vortrag zeigt anhand verschiedener Beispiele, warum ihr eine immer größere Bedeutung zukommt. Diese Bedeutung wird allerdings häufig nicht erkannt oder adressiert.

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