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Statements


Prof. Dr. R. Dikau, Universität Bonn, Sprecher des Studiengangs 

 

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Um eine angemessene Katastrophenvorsorge betreiben zu können, müssen verschiedene Problemlagen und Fragen beleuchtet werden:

  • Wo treten welche Gefahren auf und in welcher Weise werden diese Gebiete vom Menschen genutzt?
  • Wie schätzen die Betroffenen die Gefahr ein, welche potenziellen Risiken sind vorhanden und welche Optionen zu ihrer Verminderung bestehen?
  • Wie lässt sich hinsichtlich der zu erwartenden Konsequenzen ein Paket von Gegenmaßnahmen ermitteln und wie wirken diese auf die physisch-materielle Umwelt und die Gesellschaft zurück?

 

Aufgrund des komplexen Zusammenspiels zahlreicher physisch-materieller und sozialer Faktoren ist keine wissenschaftliche Disziplin allein imstande, die Problemfelder angemessen zu bearbeiten, kein gesellschaftlicher Akteur allein ist in der Lage, adäquate Lösungen zu entwickeln. Die Konzeption wirksamer und an physische und kulturelle Gegebenheiten angepasste Katastrophenvorsorgestrategien bedarf einer engen Zusammenarbeit zwischen natur- und sozialwissenschaftlicher Forschung und planerisch-operativem Katastrophenmanagement. Mit KaVoMa setzen wir diese Konzeption in der Lehre um, denn Bildung ist ein zentraler Bestandteil einer nachhaltigen, ganzheitlichen Katastrophenvorsorge. Meine Motivation als Leiter des Studiengangs ist es, gemeinsam mit unserem Partner, dem BBK, diesem Bildungs- und Vorsorgeauftrag nachzukommen.



C. Unger, Präsident des BBK

 

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Für das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist dieser Studiengang, den wir als Partner der Universität Bonn durchführen dürfen, ein „Leuchtturmprojekt“. KaVoMa hat für uns strategische Bedeutung. In einer Welt zunehmender Komplexität und Vernetzungen steigen auch die Verletzlichkeiten und Verwundbarkeiten moderner Industriegesellschaften entsprechend. Ursächlich für Katastrophen und hieraus resultierende Schäden können Naturereignisse sein, wie zum Beispiel Wirbelstürme, Überflutungen oder großflächige Waldbrände.

 

Probleme transnationalen Handelns nichtstaatlicher Akteure, seien es global agierende Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) oder gar – als ganz extreme Beispiele – die Transnationale Organisierte Kriminalität (TOK) und der transnationale Terrorismus – stellen ebenfalls Herausforderungen und, unter Umständen als Kehrseite der Globalisierung, Bedrohungen für moderne Gesellschaften dar.

 

Von den unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen her gesehen,ist es für die Betroffenen dabei zunächst einmal von nachrangigem Interesse, ob diese Ereignisse im Zuge der angenommenen Erderwärmung und des hiermit verbundenen Klimawandels auftreten oder von Menschenhand gesetzt sind. Es zeigen sich hier aber ganz besondere Herausforderungen für den Staat, der zunehmend Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge privatisiert. Das betrifft u.a. die Bereiche der Telekommunikation, des Verkehrs und der Energieversorgung. Das sind alles Bereiche, deren Ausfälle heute das Risiko nachhaltiger Schädigungen gesamtgesellschaftlicher Abläufe bergen und die wir daher – aus gutem Grunde – als so genannte Kritische Infrastrukturen betrachten.

 

Wir freuen uns, dass wir zum WS 2012/13 nun mit dem 7. Jahrgang beginnen konnten.

 

Die Teilnehmer unnd Teilnehmerinne des Studienganges haben alle bereits durch ihre akademische Qualifikation und ihren speziellen beruflichen Werdegang erhebliches Wissen und Erfahrungen erworben. Wir sehen, wie das interfakultative und interdisziplinärere Wissen in den Studiengang und in den gegenseitigen Austausch eingebracht wird und auch uns wichtige Impulse gibt, die uns fachlich weiterbringen und uns helfen, unsere Aufgabe zu bewältigen. Ich selbst stelle das zunehmend in der Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen meines Hauses fest, die den Studiengang besuchen bzw. inzwischen absolviert haben.

 

Zugleich können wir beobachten, dass einige Absolventen und Absolventinnen inzwischen in ihrer beruflichen Position in der öffentlichen Verwaltung oder auch in der freien Wirtschaft zunehmend mit Fragestellungen des Studienganges fachlich konfrontiert werden oder sich aktiv in eine solche Verantwortung entwickeln.

 

Unsere Absicht, Generalisten an der Schnittstelle von öffentlicher Verwaltung und freier Wirtschaft auszubilden, die in der Lage sind, Risiken frühzeitig zu erkennen und im Zusammenwirken mit anderen zu meistern, sehe ich daher erfüllt. Daher leisten wir gerne die Unterstützung mit Dozenten und Dozentinnen aus den unterschiedlichen Abteilungen und Referaten des BBK und stellen auch zukünftig gerne mit der AKNZ und unserer Fachinformationsstelle wichtige Ressourcen des Amtes zur Förderung des Studienganges zur Verfügung.

 

 

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